Armin Grasmuck - Editorial ELECTRICAR 2/25
- Armin Grasmuck
- vor 1 Tag
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Fest ist der Händedruck, die Augen verstrahlen Zuversicht. „Elektromobilität ist die überlegene Technologie“, sagt Oliver Blume. Der Vorsitzende der Vorstände von Porsche und Volkswagen präsentiert sich energiegeladen und voller Tatendrang. Abgeschlossenen scheint die lähmende Phase der Krisenszenarien. „Wir sind bei den E-Autos klarer Marktführer unter den europäischen Herstellern“, so erklärt Blume im kleinen Kreis am Rande der großen Präsentation für die Studie ID. Every1 in Düsseldorf. Bis 2027 kündigt er vier neue Stromer von VW an. Rein elektrisch, selbstverständlich. Um den Hochlauf der E-Autos konstant zu beschleunigen, schlägt der Konzernoberste attraktive Steuersparmodelle für Neukunden vor: „Das wäre ein großer Anreiz, auf die Elektromobilität umzusteigen.“

Gern halten wir an dieser Stelle fest: Die Zukunft ist elektrisch. E-Autos liegen voll im Trend – jetzt offensichtlich auch wieder in Deutschland, wie die aktuellen Zahlen belegen. Knapp 36.000 Stromer wurden im Februar zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen neu zugelassen, gut 30 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Tendenz nachhaltig steigend. Das zunehmende Bewusstsein der Kunden, privat wie beruflich, sich der Mobilität von morgen prinzipiell zu öffnen, und die breiter werdende Modellpalette sind die Basis der großen Transformation. Vorbehalte bezüglich Reichweite und Ladeinfrastruktur gelten als nachweislich überholt. Auch finanzielle Komponenten sprechen deutlich für die Elektrofahrzeuge.
Speziell im Geschäftsbetrieb, wo die Verantwortlichen der Fuhrparks und Flotten mehr denn je angehalten sind, zukunftsorientiert und gleichzeitig preisbewusst zu kalkulieren, stehen die Stromer hoch im Kurs. Ob Kompakt-SUV, Kombi der Mittelklasse, Transporter oder die Limousine des Chefs – Kilowattstunden und die Software der nächsten Generation sind – neben der Leasingrate – die harten Fakten, an denen sich die Strategen orientieren. Wie groß und beeindruckend die Auswahl an batteriegetriebenen Lieferwagen inzwischen geworden ist, belegt unsere ausführliche Übersicht in dieser Ausgabe: Nutzfahrzeuge 2025, alle Daten und Fakten auf 16 Seiten!
Auch im Bereich der Ladeinfrastruktur sind die Verantwortlichen bereit für den nächsten Schritt. Die großen Verkehrsrouten kreuz und quer durch Europa sind mit einem dichten und tragfähigen Netz an Schnellladepunkten abgedeckt. Jetzt geht es für die Betreiber der Stationen darum, das Ladeerlebnis für die Kunden einfacher, komfortabler und vor allem transparenter zu gestalten. Aktuell ist es noch schwer, den Überblick zu behalten: eine Ladesäule, diverse Ladekarten und Apps auf dem Smartphone sowie bis zu zehn verschiedene Stromtarife. „In diesem Bereich haben wir als Industrie noch Raum, uns zu verbessern“, sagt Jeroen van Tilburg, der CEO von Ionity. Da hilft das schönste Elektroauto nur wenig.
Wie weit die Stromer auf dem Weg in die Zukunft sind, wird auch beim BEST IN CLASS Award zu vernehmen sein. Die zweite Auflage dieses einzigartigen Fachpreises, den die Redaktion von electricar zusammen mit dem Institut Neue Mobilität ausgerufen hat, nimmt gerade Konturen an. Ab sofort wird im Kreis der hochkarätig besetzten Jury nachhaltig analysiert, diskutiert und bewertet, welche der neuen Elektrofahrzeuge herausragen. Die besten E-Autos des Jahres werden im Rahmen des e4 Testivals Mitte Oktober am Hockenheimring gekürt.